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Ein Frau hält zwei kleine Papierherzen in ihren Händen. Sie hält die Herzen zwischen Daumen und Zeigefinger. Ein Herz ist rot, das andere Herz ist blau.

Selbsthilfe in der Corona-Pandemie

30.06.2021

Selbsthilfe in der Corona-Pandemie

Sozialministerin Trautner: „Digital-Projekt unterstützt Gruppen und Kontaktstellen mit Rat und Tat beim Einstieg in digitale Formate“

Auf dem Screenshot von oben links Theresa Keidel und Irena Tezak, SeKo Bayern, Renate Mitleger-Lehner, Vorstand Selbsthilfekontaktstellen Bayern, Darunter von links nach rechts: Gudrun Hobrecht und Klaus Grothe-Bortlik, Vorstand Selbsthilfekontaktstellen Bayern, Carolina Trautner, Bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales

Bei einem virtuellen Treffen mit dem Vorstand des Vereins Selbsthilfekontaktstellen Bayern und der Selbsthilfekoordination (SeKo) Bayern e.V. betonte die bayerische Sozialministerin Carolina Trautner heute die Bedeutung von Selbsthilfegruppen und Selbsthilfeorganisationen in Bayern und stellte ein Projekt zur digitalen Selbsthilfe vor: „Selbsthilfe als gegenseitige Hilfe von Betroffenen ist auch in diesen schwierigen Zeiten ganz besonders wertvoll. Zwar ist ein persönlicher Austausch von Angesicht zu Angesicht immer noch sehr wichtig für die Gruppen, aber digitale Formate sind auch in der Selbsthilfe angekommen. Viele Selbsthilfegruppen haben in den vergangenen Monaten sehr kreative Wege gefunden, um trotz der Beschränkungen den Kontakt untereinander zu halten.“
Digitale Entwicklungen haben in der Pandemie einen riesigen Schub gewonnen, neue Formate als Ersatz für Treffen, Online-Fortbildungen und Schulungen haben sich etabliert. Für Onlinetreffen fehlt es aber oft am nötigen Knowhow sowie an der digitalen und technischen Ausstattung. Zur Unterstützung der Selbsthilfeaktiven bei der Durchführung von Hybrid- und Onlineveranstaltungen vor Ort soll in diesem Jahr ein Projekt „Digitale und technische Ausstattung“ bei der SeKo Bayern realisiert werden. Die Anschaffung von Leihgeräten (z.B. Laptops, Tablets) sollen den Selbsthilfegruppen den Zugang zu Online-Angeboten ermöglichen. Auch Schulungen können bedarfsorientiert über das Projekt finanziert werden.

„Auf diese Weise kann Ehrenamtlichen in der Selbsthilfe mit Rat und Tat beim Einstieg in digitale Formate geholfen werden“, freut sich die Sozialministerin und ergänzt: „Die hierfür zusätzlichen Mittel von 90.000 Euro werden im Rahmen der Fraktionsinitiative bereitgestellt. Denn bei aller digitaler Euphorie haben sich auch viele Fragen und neue Herausforderungen für die Gruppen ergeben. Die Selbsthilfekoordination Bayern ist dabei ein verlässlicher Partner der Selbsthilfeaktiven und wirklich vorbildlich auf der Höhe der Zeit.“

SeKo Bayern ist eine Einrichtung zur landesweiten Vernetzung und Unterstützung der Selbsthilfe. Geschätzt gibt es bayernweit 11.000 Selbsthilfegruppen zu 1.400 verschiedenen Themen.