Junge Selbsthilfe

Gemeinschaftliche Selbsthilfe ist für alle Menschen da – egal welchen Alters. Doch meistens ist es einfacher sich mit Leuten auszutauschen, die in der gleichen Lebensphase stecken. Deshalb haben sich mittlerweile schon einige Selbsthilfegruppen für junge Erwachsene gegründet.

Wenn du das Gefühl hast allein mit deinem Problem zu sein und du mit Menschen sprechen willst die sich in deine Situation hineinversetzen können, dann ist eine Selbsthilfegruppe vielleicht das richtige für dich. Geteilte Probleme sind kleinere Probleme und in der Gemeinschaft der Gruppe öffnen sich vielleicht neue Perspektiven für dich. 

Unsere Beraterin für die Junge Selbsthilfe, Veronika Zeichinger, hilft dir dabei eine passende Selbsthilfegruppe zu finden oder eine Gruppe zu gründen, falls es für dein Thema noch keine gibt.

Das solltest du vorab wissen:

Die junge Selbsthilfe richtet sich an junge Erwachsene im Alter von 18 bis 35 Jahren

Warum erst ab 18? – Erst mit dem Erreichen der Volljährigkeit sind Menschen in Deutschland rechtlich gleichgestellt und tragen die gleiche rechtliche Verantwortung für ihr Handeln. Darum empfehlen wir allen Selbsthilfegruppen das Mindesteintrittsalter von 18 Jahren. Wären Minderjährige in der Gruppe anwesend, hätten Volljährige im Zweifelsfall eine höhere Verantwortung und das soll vermieden werden. Denn in einer Selbsthilfegruppe sind alle gleich.

Selbsthilfe bietet einen geschützten Rahmen

Alles was in der Gruppe besprochen wird, bleibt in der Gruppe. Vertraulichkeit ist sehr wichtig in der Selbsthilfe. Jede*r soll die Gewissheit haben, bei den Gruppentreffen offen über persönliche Erfahrungen sprechen zu können.

Der Grundsatz der Vertraulichkeit beginnt schon bei der Kontaktaufnahme zu KISS. Die Mitarbeiter*innen unterliegen der Schweigepflicht und auf Wunsch können Beratungsgespräche auch anonym erfolgen.

Gruppentreffen sind viel mehr nur ein Stuhlkreis

Viele Selbsthilfegruppen nutzen ganz unterschiedliche Orte und Formate, um sich über ihr gemeinsames Thema auszutauschen, z.B.

  • in Cafés, Bars, Kneipen oder bei Stammtischen
  • bei gemeinsamen Spaziergängen oder beim Sport
  • bei Spielenachmittagen oder Kochabenden
  • bei gemeinsamen Hobbys
  • in Online-Treffen
  • oder ganz klassisch in einem Gruppenraum bei KISS

Selbsthilfe ist kein Ersatz für eine Therapie

In Selbsthilfegruppen treffen sich Menschen, die ein gemeinsames Thema haben und sich nicht länger allein fühlen wollen. Profis wie z.B. Ärzt*innen oder Therapeut*innen sind nicht dabei. Hier geht es um den Austausch von Betroffenen. Sie sind die „Expert*innen in eigener Sache“. 

Wer die Bereitschaft mitbringt, über die eigenen Probleme, Erfahrungen und Themen zu reden und auch anderen aktiv zuzuhören, kann aus einer Selbsthilfegruppe viel für sich mitnehmen.

 

Zentrale Informationsseiten

 

Der Film der NAKOS Vielen Dank für das Gespräch zeigt Selbsthilfe auf eine etwas ungewöhnliche Art.

Hier geht`s zum Film  https://schon-mal-an-selbsthilfegruppen-gedacht.de/wp-content/uploads/2018/04/vielen-dank-fuer-das-gespraech.mp4 ​​​​​​​

Veronika Zeichinger

pädagogische Mitarbeiterin
Schwerpunkt Junge Selbsthilfe und Vertretung Öffentlichkeitsarbeit

Telefon: 0941 | 599 388 612

veronika.zeichinger(at)paritaet-bayern.de